P-Konto

Pfändungsschutzkonto

Das P-Konto: Umfangreicher Pfändungsschutz für private Schuldner

Die Konjunktur zieht wieder an, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück: Kurzum, die Aussichten der deutschen Wirtschaft sind aktuell so positiv wie lange nicht mehr. Dennoch wächst auch die Zahl jener Verbraucher, die mit ernsthaften, finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Bereits 2010 verzeichnete die Creditreform rund 20 Prozent mehr Personen, die in einer Privatinsolvenz stecken, als noch im Vorjahr. Glaubt man den Prognosen der Auskunftei, so wird dieser Trend auch in den kommenden Jahren nicht abbrechen. Das neue Pfändungsrecht kommt Verbrauchern daher mehr als entgegen – und verbessert die Situation privater Schuldner erheblich.

Das neue Pfändungsrecht ist am 1. Juli 2011 in Kraft getreten. Seitdem sind jedem Bürger 1.028,89 Euro pro Monat sicher – das gilt auch für Selbständige und Freiberufler. Jedes Girokonto kann in ein so genanntes P-Konto (Pfändungsschutzkonto) umgewandelt werden. Das Konto kann wie gewohnt weitergeführt werden, die Pfändungsgrenze schützt dabei jedoch vor der Pfändung unterhalb der Pfändungsgrenze. Die Pfändungsgrenze kann nach oben korrigiert werden, wenn etwa Unterhaltsverpflichtungen bestehen oder Kindergeld bezogen wird.

Banken verlangen für das P-Konto höhere Gebühren

Das alles klingt zunächst positiv und wohlwollend gegenüber den Schuldnern. Doch ohne Haken geht es nicht: Viele Banken erheben für die Pfändungsschutzkonten hohe Kontoführungsgebühren. So informiert die Verbraucherzentrale Hessen darüber, dass die Pfändungsschutzkonten rund drei bis sechs Euro monatlich mehr kosten als ein klassisches Girokonto.

Die durchschnittlichen Kosten liegen bei 9,90 Euro pro Monat – und das in einer Zeit, in der immer mehr Kreditinstitute versuchen, neue Kunden mit kostenlosen Girokonten anzulocken. Die höchsten Gebühren für P-Konten liegen derzeit bei knapp 30 Euro monatlich – zwar sind das die Ausnahmen, doch Verbraucherschützer bringen ohnehin die hohen Gebühren für Kunden, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, in die Kritik. Banken argumentieren unterdessen mit dem hohen Verwaltungsaufwand und versuchen damit, die Kontoführungsgebühren zu rechtfertigen.

Eine Übersicht über die Gebühren und Kosten für ausgewählte Pfändungsschutzkonten können Sie unserem nachfolgenden Vergleich entnehmen:

P-Konto – Gebühren und Konditionen im Vergleich

Anbieter
Zur Detailseite
Monatliche
Kontoführung als P-Konto
Gebührenaufteilung Barabhebung am Automaten abgehende Überweisung Karten-
ersatz
Scheck-
gutschrift
Konto-
eröffnung
Jahres-
gebühr
monatliche Gebühr für P-Konto
Unser Testsieger bei Pfändungsschutzkonten
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10,67 Euro 68,00 Euro 5,00 Euro 5,00 Euro 0,60 Euro 10,00 Euro 3,00 Euro Kontoantrag »
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Wirecard Prepaid Trio
14,90 Euro 118,80 Euro
+ 39,- Euro einmalig
5,00 Euro 5,00 Euro 0,75 Euro 25,00 Euro 25,00 Euro Kontoantrag »
* Für Detailinformationen über eines der Pfändungsschutzkonten aus unserem Vergleich klicken Sie bitte auf das Logo der jeweiligen Bank oder den Detail-Link! Alle Angaben ohne Gewähr und vorbehaltlich aktueller Anpassungen durch die jeweilige Bank. Stand: 31.10.2014

Kreditkartenangebote als P-Konto eröffnen

Global-Mastercard Premium als Kreditkarte mit günstigem Pfändungsschutzkonto

Die Global Mastercard Premium ist eine kostengünstige Alternative zu den teilweise völlig überzogenen Kontoführungsgebühren einiger Banken für P-Konten. Bei ihr handelt es sich um eine Kreditkarte mit vollwertigem Girokonto, welches auf Antrag in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden kann.

Damit bietet die Schwäbische Bank ihren Kunden die Möglichkeit, trotz Pfändungen auch weiterhin aktiv am Zahlungsverkehr teilnehmen zu können.

Für diesen Service werden pro Global MasterCard P-Konto monatlich 4,95 Euro (monatliche Berechnung) zusätzlich zur Jahresgebühr von 68 Euro fällig. Die Vorgehensweise sieht derzeit noch wie folgt aus:

  1. Der Kunde kontaktiert die Helpdesk unter http://www.global-mastercard.de/kontakt
  2. Der Kunde erhält ein Umstellungsformular per E-Mail (im Ausnahmefall auch gegen Gebühr per Post)
  3. Der Kunde sendet das unterschriebene Umstellungsformular an die darin angegebene Rücksendeadresse
  4. Die Schwäbische Bank stellt das Girokonto sofort nach Eingang des Formulars auf ein P-Konto um

Die Karte kostet inklusive dem Girokonto 68 Euro pro Jahr, also 5,66 Euro pro Monat. Gegenüber den Gebühren von 10 und mehr Euro pro Monat, welche viele Banken derzeit für ein P-Konto verlangen, ein echtes Schnäppchen dazumal die Kreditkarte im Preis inbegriffen ist.

Die Global-Mastercard Premium können Sie über den nachfolgenden Link bestellen:

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Umwandlung Girokonto in P-Konto ohne Gerichtsbeschluss möglich

Die Umwandlung eines normalen Girokontos in ein P-Konto ist allerdings kostenfrei, pro Person ist ein P-Konto zulässig. Bei Antragstellung muss versichert werden, dass kein weiteres Pfändungssicherungskonto besteht – Banken dürfen sich darüber auch bei der Schufa rückversichern.

Den zeitlichen Ablauf zur Umwandlung des Kontos hat der Gesetzgeber vorgegeben: So sind Banken dazu angehalten, das Konto innerhalb von spätestens vier Geschäftstagen umzustellen – auch dann, wenn bereits das Guthaben auf dem Girokonto gepfändet wurde. Wird die Umwandlung in ein P-Konto innerhalb von vier Wochen nach Eingang des Gerichtsbeschlusses vorgenommen, so gilt der Schutz auch rückwirkend bereits für den Monat der Pfändung. Die Umwandlung kann ohne Gerichtsbeschluss erfolgen.

Mit dem neuen Pfändungsgesetz kam der Gesetzgeber den privaten Schuldnern entgegen. Bis zur Pfändungsgrenze können sie nun am elektronischen Zahlungsverkehr teilnehmen, eine Sperrung des Kontos gehört der Vergangenheit an. Für den Pfändungsschutz spielt es keine Rolle mehr, welche Art der Einkünfte bezogen werden. So kommen auch Selbständige in den Genuss des Schutzes, und auch freiwillige Zahlungen durch Dritte bleiben bis zur festgelegten Grenze pfändungsfrei.

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